Zum dritten Mal will die neonazistische Gruppierung „Freie Nationalisten Kraichgau“ (FN Kraichgau) in Sinsheim am Samstag, den 23.03. eine sogenannte „Mahnwache gegen Kinderschänder“ durchführen.
Mit ihrer Mahnwache knüpfen die Nazis an ihre selbst geschaffene „Tradition“ an, im März in der Kraichgau-Metropole unter diesem Motto zu demonstrieren. Seit 2010 finden diese Aktionen mittlerweile statt. Dieser durchsichtige und peinliche Versuch, ein populistisch besetztes Thema für faschistische Propaganda nutzbar zu machen, war bereits in den vergangenen Jahren auf heftigen Widerstand gestoßen. Die Nazis bauen darauf, dass nach ihren kläglich gescheiterten Aufmarschversuchen der letzten Monate in Heidelberg und Mannheim in der Provinz nicht genügend Gegenprotest mobilisieren lässt – aber auch, dass sie hier bei Verwaltung und Polizei mit mehr Entgegenkommen rechnen können.
Beschämend und skandalös ist, dass die Stadtverwaltung von Sinsheim, die bereits seit Anfang des Monats von dem erneuten Aufmarsch informiert war, die Öffentlichkeit erst jetzt unterrichtete. Damit führt sie die vom Gemeinderat verabschiedete „Resolution gegen den Rechtsextremismus“ vom Oktober letzten Jahres ad absurdum und kungelt de facto mit den Nazis, um die Gegenproteste klein zu halten.
Die Kundgebung der „FN Kraichgau“ ist von 12 bis 16 Uhr in der Sinsheimer Allee in der Innenstadt angemeldet. Wir rufen dazu auf, sich den Nazis mit allen geeigneten Mitteln in den Weg zu stellen.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
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